Welche Unterlagen benötigt man für den Immobilienverkauf?

Damit Sie als Hausbesitzer Ihre Immobilie erfolgreich und reibungslos verkaufen können, bedarf es einiger Vorbereitungen. Insbesondere ist es ratsam, alle wichtigen Dokumente schon vor der Anzeigenveröffentlichung parat zu halten. Welche Unterlagen Sie auf jeden Fall benötigen, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Grundsätzlich gilt: Je mehr aussagekräftige Dokumente Sie den potenziellen Käufern vorlegen können, desto einfacher können Sie diese von der Qualität Ihres Hauses überzeugen.

Grundriss und Wohnflächenberechnung

Generell interessieren sich Immobilienkäufer am meisten für den Grundriss und die genaue Wohnfläche Ihres Wunschobjektes. Haben Sie diese Unterlagen nicht parat, können Sie beim Bauamt danach fragen, wo diese Pläne in der Regel archiviert werden. Ist der Grundriss nicht mehr aktuell, ist es ratsam, eine neue Zeichnung in Auftrag zu geben. Hier werden alle geänderten Installationen und Umbauten eingetragen, die im Laufe der Jahre vorgenommen wurden. Ein weiterer Vorteil: moderne Technik und Software erlauben ansprechende 3-D-Ansichten und variable Möblierungen, die eine Präsentation im Internet und Exposé attraktiver machen. Auch bei der Wohnflächenberechnung sollten Sie möglichst auf Experten zurückgreifen, da sich sonst schnell Fehler einschleichen, etwa bei der Flächenberechnung von Räumen mit Schrägen und Balken. Architekten beispielsweise bieten neben Wohn- und Nutzflächenberechnungen auch Kubaturberechnungen an, die Aufschluss über die genaue Fläche des umbauten Raumes beziehungsweise des Brutto-Rauminhalts geben.

Gesetzlich vorgeschrieben: Der Energieausweis

Den Energieausweis fügen Sie am besten schon den Angebotsunterlagen bzw. Ihrem Inserat oder Exposé bei. Spätestens jedoch beim Besichtigungstermin müssen Sie Ihren Interessenten einen gültigen Energieausweis vorlegen. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben und kann zu empfindlichen Geldbußen führen, wenn kein Ausweis erstellt wurde. „Der Energieausweis zeigt, wie es um den Energieverbrauch der Immobilie bestellt ist. Dabei wird beispielsweise bewertet, ob diese eine gute Wärmedämmung bei Wänden oder Fenstern aufweist“, erklärt Andreas Besenböck vom Immobilienverband Deutschland IVD.

Generell lassen sich zwei Arten von Energieausweisen unterscheiden:

  1. Der Bedarfsausweis, der für alle Häuser erstellt werden muss, die bis zu vier Wohneinheiten bieten und deren Bauantrag vor November 1977 gestellt wurde. Dieser Ausweis darf nur von ausgewiesenen Fachleuten wie Architekten und Energieberatern ausgestellt werden.
  2. Der Verbrauchsausweis, der den tatsächlichen Energiebedarf der vorangegangenen drei Jahre aufzeigt. Er kann ganz einfach bei den zuständigen Stadtwerken und Energieversorgern angefordert werden und kostet zwischen 30 und 100 Euro.

Einzige Ausnahme: Wenn Ihre Immobilie unter Denkmalschutz steht, benötigen Sie keinen Energieausweis.

Grundbuchauszug & Co.

Ein weiteres wesentliches Dokument für den Hausverkauf: der Grundbuchauszug. Dieser ist beim zuständigen Grundbuchamt im Amtsgericht hinterlegt und kann jederzeit angefragt werden. Im Grundbuchauszug finden sich alle relevanten Daten des Grundstücks, wie zum Beispiel die Größe, vorhandene Hypotheken und etwaige Wohn- und Wegerechte. Zur Vervollständigung Ihrer Unterlagen empfiehlt es sich, auch die zugehörige Flurkarte beizufügen, die Sie beim jeweiligen Katasteramt erhalten. Hier sind detailliert alle Grundstücksgrenzen und die umgebenden Grundstücke eingezeichnet. Weiterhin können Sie bei der Stadt oder Gemeinde die Bauakte Ihres Hauses anfordern. Sie enthält alle wichtigen Unterlagen wie Baugenehmigung, -beschreibung und -zeichnungen sowie alle Flächen- und Maßangaben. Alle aufgeführten Dokumente geben Ihren Käufern wichtige Informationen und können bei den jeweiligen Stellen gegen Gebühr in Kopie beantragt werden.

Weitere hilfreiche Unterlagen für den Immobilienverkauf:

Das Wertgutachten


In manchen Fällen kann es sich durchaus auszahlen, eine professionelle Immobilienbewertung für Ihr Haus anfertigen zu lassen. Hier wird anhand aller wichtigen Kennzahlen der aktuelle Verkehrswert der Immobilie ermittelt. Das erleichtert zum einen die realistische Preisgestaltung und vereinfacht zum anderen die Verhandlungen zwischen Verkäufer und Interessenten.

Hochwertige Fotos
Unverzichtbar für den erfolgreichen Verkauf und einen überzeugenden ersten Eindruck, sind gut gestaltete Fotos. Achten Sie dabei unbedingt auf gute Qualität, einen vorteilhaften Bildaufbau und gute Lichtverhältnisse. Im optimalen Fall sollten die Bilder die wichtigsten Ansichten Ihres Hauses realistisch, aber vorteilhaft präsentieren.

Sanierungsnachweise und Rechnungen
Interessenten möchten und sollten wissen, welche Renovierungs- und Modernisierungs-maßnahmen wann am Haus vorgenommen wurden. Halten Sie hierfür als Nachweis alle entsprechenden Material- und Handwerkerrechnungen parat, um Ihre Investitionen darzulegen. Hierzu gehören etwa neue Fenster oder eine neue Heizung. Auch Rechnungen für die Einbauküche oder die eingebaute Sauna etc. sollten den Verkaufsunterlagen beigefügt werden.

Der Aufwand für die Beschaffung und Aufbereitung der Unterlagen erscheint Ihnen zu groß oder zeitintensiv? Wir helfen Ihnen gern. Wir wissen genau, welche Unterlagen Sie benötigen, wo wir sie anfordern müssen und wie wir Sie schließlich zu einem ansprechenden Exposé zusammentragen. Auch Fotos, Videos, oder auch Luftaufnahmen können wir gern für Sie erstellen, um Ihre Immobilie im besten Licht zu präsentieren. Sprechen Sie uns gern an.