Immobilienpreise 2018 weiter im Aufwärtstrend

Insbesondere in Großstädten sind die Immobilienpreise innerhalb der vergangenen Jahre rasant gestiegen. Experten erwarten auch für 2018 steigende Preise.

Laut jüngster Ergebnisse der amtlichen Gutachterausschüsse werden die Immobilienpreise in Deutschland auch im Jahr 2018 weiter ansteigen, allerdings gemäßigter als im Vorjahr. Dies bestätigt unter anderem Immobilienexperte Reiner Braun, Vorstand beim Analysehaus Empirica. 
Dabei dämpfe unter anderem der stärkere Neubau den Auftrieb, auch wenn man sich noch weit weg vom bundesweit gesetzten Ziel für Hunderttausende neuer Wohnimmobilien befinde.

Weiterhin gute Bedingungen für Hausverkäufer

Auch in diesem Jahr werden Immobilien in Deutschland immer teurer. Der Grund sind die anhaltend gute Konjunktur und die weiterhin niedrigen Zinsen. So haben Käufer im Jahr 2016 nach Einschätzung von Experten rund 25 Prozent mehr für Wohnimmobilien, sonstige Gebäude und Bauflächen ausgegeben als noch 2014 – und der Aufwärtstrend hielt auch in 2017 an. Weiterhin also beste Bedingungen für Immobilienbesitzer, die Ihr Eigentum gewinnbringend verkaufen möchten.

Selbst genutzter Wohnraum am teuersten

Laut dem Immobilienmarktbericht 2017 stiegen die Umsätze vor allem für selbst genutzten Wohnraum. Hier habe sich der Quadratmeterpreis für gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser im Vergleich zu 2014 um durchschnittlich 145 Euro gesteigert. Das gelte vor allem für städtische Regionen und deren Umland. Als wesentliche Gründe dafür sieht Anja Diers, Vorsitzende des Arbeitskreises Immobilienbericht, sowohl die niedrigen Zinsen für Immobilienkredite als auch die anhaltende Wohnungsknappheit.

Tendenz steigend

Für die weitere Entwicklungsprognose am Markt sind Diers und ihre Kollegen sich einig: Eine Trendumkehr sei „nicht in Sicht“ – die Preise werden also weiter steigen. Zwar gebe es vor allem in städtischen Gebieten Preisübertreibungen, die mancherorts geäußerten Befürchtungen einer Immobilienblase könne sie aber nicht teilen. So seien steigende Preise allein kein Zeichen für eine drohende Immobilienblase. Hierfür wären weitere Indikatoren wie beispielsweise die Zunahme spekulativer Käufe oder Finanzierungsprobleme nötig, wie sie aktuell am Markt aber nicht erkennbar seien, so Diers.

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