2020 – was bringt es für den Immobilienmarkt?

Das neue Jahr steht vor der Tür und bringt einige Neuerungen mit sich. Betroffen sind sowohl Mieter, Vermieter als auch Eigentümer. Lesen Sie hier, was Sie im Bereich Immobilien erwartet.

Neuregelung der Maklerprovision

Bisher existiert keine einheitliche Regelung, wer bei einem Immobilienkauf die Maklerkosten tragen muss. Meist gehen sie komplett zu Lasten des Käufers und sorgen somit für eine höhere Finanzierungssumme. Um die Käufer zu entlasten, hat die Regierung noch im Dezember 2019 einen Entwurf zum „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ vorgelegt. Dieser regelt unter anderem, dass:

  • Maklerverträge künftig zwingend schriftlich festgehalten werden müssen.
  • der Käufer nur noch maximal 50 Prozent der Maklerprovision zahlen muss– selbst dann, wenn er selbst den Makler bestellt hat.

Wohngeld steigt

Per 1. Januar 2020 steigt das Wohngeld. Dafür nimmt die Bundesregierung Mittel in Höhe von 1,2 Milliarden Euro in die Hand. Hiervon sollen rund 660.000 Haushalte – rund 180.000 mehr als zuvor – profitieren, vor allem Familien und Rentner.

Grundsteuer-Reform greift

Am 8. November 2019 haben sich Bundestag und Bundesrat auf eine neue Berechnung der Grundsteuer geeinigt. Die Folge: In den kommenden Jahren müssen zirka 35 Millionen Gebäude neu bewertet werden – generell unter Berücksichtigung des Bodenwerts und der Miete. Es gibt allerdings eine Öffnungsklausel, die es den Ländern erlaubt, auch andere Berechnungsmodelle anzuwenden. Die neu berechnete Grundsteuer wird am 01. Januar 2025 fällig.

Ende des Baukindergelds

Die Förderung von Wohneigentum in Form des Baukindergelds läuft Ende 2020 aus. Bis spätestens zum 31. Dezember 2020 können Antragsteller noch ihre Baugenehmigung oder den unterschriebenen Kaufvertrag vorlegen und sich die Förderung sichern.

Fördermaßnahmen gemäß des Klimaschutzpakets

Um den CO2-Ausstoß im Immobiliensektor zu senken, hat sich die Bundesregierung per 01. Januar 2020 ein Förderpaket überlegt. Dazu gehört, dass Eigentümer über den Zeitraum von drei Jahren bis zu 20 Prozent ihrer energetischen Sanierungskosten steuerlich abschreiben oder absetzen können.
Gefördert werden bspw. folgende Einzelmaßnahmen:

  • Einbau neuer Wärmeschutzfenster
  • Ersatz alter Öl- und Gasheizungen durch erneuerbare Wärme oder hybride Gasheizungen („Austauschprämie“: Förderanteil von bis zu 40 Prozent)
  • Dämmungsmaßnahmen an Dächern und Außenwänden

Verlängerung der Mietpreisbremse

Die bekannte Mietpreisbremse wird bis 2025 verlängert. Sie soll auch weiterhin die Mietpreise in Gebieten mit „angespanntem Wohnungsmarkt“ deckeln. Generell dürfen die Mietkosten bei Neu- oder Wiedervermietungen um maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.
Neu ist, dass der Berechnungszeitraum der Vergleichsmieten von vier auf sechs Jahre angehoben wurde und Mieter bei Verstößen gegen die Mietpreisbremse bis zu zweieinhalb Jahre nach Vertragsabschluss zu viel gezahlte Miete zurückfordern können.

Wenn Sie in 2020 Ihren Traum vom eigenen Haus verwirklichen oder Ihre Immobilie verkaufen möchten, wenden Sie sich gern an uns. Wir sind Ihr kompetenter Partner für Immobilien im Raum Hamburg, Glinde, Reinbek oder Lübeck. Sprechen Sie uns an.