CO2-Steuer – was bedeutet sie für Mieter und Immobilienbesitzer?

Der Klimawandel ist in aller Munde. Realistische Maßnahmenpakete sind rar und gesetzte Ziele schwer zu erreichen. Große Hoffnung setzt die Bundesregierung auf die Einführung eines CO2-Preises, der insbesondere den Immobiliensektor treffen wird.

Um die Energieziele der deutschen Regierung zu erreichen, bedarf es nachhaltiger Maßnahmen. Zu diesen Maßnahmen gehört die Bepreisung des CO2-Verbrauchs, die vorwiegend das Tanken und Heizen mit Öl und Gas verteuern würde. Noch in 2019 soll vom Klimakabinett um Umweltministerin Svenja Schulze ein umfassendes Klimapaket verabschiedet werden.

CO2 -Steuer für den Klimaschutz

Um den Klimazielen allmählich näher zu kommen, sollen die Kosten für CO2 schrittweise erhöht werden. Aktuell sehen die Pläne vor, jede Tonne CO2 ab 2020 mit 35 Euro zu besteuern. Bis zum Jahr 2023 sollen es bereits 80 Euro werden – und schließlich sollen die Kosten ab 2030 auf 180 Euro pro Tonne festgelegt werden. Die Staffelung soll für einen moderaten Einstieg und Planungssicherheit sorgen, um laut Schulze „Sozialverträglichkeit und Klimaschutz gleichermaßen zu gewährleisten“. Rund 40 Prozent aller Gebäude innerhalb Deutschlands sind älter als 40 Jahre und gar nicht oder zumindest unzureichend gedämmt. Da sie deshalb bis zu dreimal so viel Energie wie Neubauten verbrauchen, bieten sie ein großes Einsparpotential, das den Immobiliensektor zu einem der Schlüsselfaktoren beim Klimaschutz macht. Doch wen belasten die Kosten eigentlich am meisten und wie wirken sich die Pläne auf die Immobilienwirtschaft aus?

Mieterbund und Eigentümerverband warnen vor Kosten und Mietsteigerung

Wer in der Großstadt wohnt, kein Auto braucht, im Neubau wohnt oder mit Erdwärme heizt, ist auf der sicheren Seite. Doch wie sieht es mit allen anderen aus? Etwa den Familien auf dem Land, die häufig zwei Autos benötigen und ihr Haus mit Gas oder Öl heizen? Sie gehören definitiv zu den Verlierern der CO2-Steuer. Und egal, ob Mieter oder Eigentümer – in irgendeiner Form werden sie an den steigenden Kosten nicht vorbeikommen. Der Mieterbund ist alarmiert und Verbandspräsident Lukas Siebenkotten sagte gegenüber der Funke Mediengruppe: „Es kann nicht sein, dass die dadurch entstehenden Kosten im Bereich der Heizung auf die Mieter umgelegt werden“. Schließlich hätten diese keinen Einfluss darauf, für welches Heizsystem sich der Vermieter entscheide. Deshalb sollte dieser auch allein zur Kasse gebeten werden, wenn er sich einer Modernisierung in diesem Bereich verwehre.

Kai Warnecke vom Eigentümerverband hingegen ist überzeugt, dass es keine Energiewende ohne anteilige Belastung der Mieter geben könne. Er rechnet mit massiv steigenden Preisen, wenn die CO2-Steuer für Wohngebäude eingeführt wird – und das in Zeiten von Mietpreisbremse und Deckelungsvorhaben. „Wenn wir keine Unterstützung vom Staat bekommen, zum Beispiel in Gestalt steuerlicher Abschreibungen, wird es weiter teurer werden“, so der Verbandspräsident.

Sie denken schon lange über einen Hauskauf nach? Vielleicht ein modernisiertes mit Erdwärmepumpe oder eines, das näher an Schule und Arbeitsplatz liegt, um Sprit zu sparen? Wir helfen ihnen gern bei der Suche nach passenden Objekten in Glinde, Reinbek, Osteinbek und Barsbüttel. Sprechen Sie uns an.

 

 

Quelle Statistik: statista